Freitag, 7. Juni 2019

60 Sekunden können sich wie ein Kaugummi zäh in die Länge ziehen oder rasend schnell vergehen. Eine Minute – das klingt erstmal wenig, doch schließlich hat ein Tag 1.440 davon und in diesen 60 Sekunden kann so einiges passieren. Während in einer Minute durchschnittlich 258 Babys weltweit geboren werden, schlägt ein Kolibri in dieser Zeit rund 4.000 Mal seine Flügel. Diese Zahlen sind nicht nur faszinierend, sie machen auch neugierig.

Ordentlich was los im World Wide Web

Beziehen wir diesen Gedanken beispielsweise auf das Internet, kommen wir zu erstaunlichen Erkenntnissen. Im Zuge der Digitalisierung ist das Internet aus unserem täglichen Leben mittlerweile kaum mehr wegzudenken. Wir sind fast dauerhaft online, um uns über bestimmte Themen zu informieren, Nachrichten zu lesen oder mit unseren Liebsten in Kontakt zu bleiben. Mittlerweile surft fast jeder durch das Internet und hinterlässt dort seine Spuren. Apropos, was passiert denn eigentlich genau in den besagten 60 Sekunden? Im Folgenden werden wir interessante digitale Fakten und Zahlen über das Internet aufdecken.

It’s a Match – Online Dating
Apps, die einem die große Liebe versprechen, sind schon seit einigen Jahren hoch im Trend. Bei Tinder sind derzeit beispielsweise über 4,35 Milliarden Singles angemeldet, die auf das ultimative Match hoffen. Auf die Plätze, fertig, Swipe – pro Minute werden weltweit 4,5 Millionen Swipes auf Tinder getätigt. Ob sich da die große Liebe versteckt?

Was binged ihr gerade? – Streaming Dienste
Egal ob man bei Spotify das Album seines Lieblingskünstlers rauf und runter hört, einen Game of Thrones Marathon startet oder bei Netflix die neuesten Serien und Filme binge-watched, Streaming-Dienste sind sehr beliebt. In 60 Sekunden wird bei Netflix weltweit ein Videomaterial von mehr als 694.444 Sunden angeschaut, während bei Spotify rund 1,5 Millionen Songs gestreamt werden.

Liken, kommentieren und teilen – Social Media
Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram leben von der Interaktion der Nutzer im Feed. In 60 Sekunden werden bei Snapchat beispielsweise rund 2,1 Millionen Snaps kreiert, während sich bei Facebook pro Minute rund 5,1 Million User einloggen. Via Twitter werden in dieser Zeit mehr als 87.500 Tweets versendet.

You’ve got mail – Nachrichten Dienste
Ob eine SMS an die Mama, Gruppenchats auf WhatsApp oder im Facebook Messenger, wir verschicken unzählige Kurznachrichten über verschiedene Anbieter. Da kommt einiges zusammen. In 60 Sekunden werden rund 18.1 Millionen Nachrichten per SMS und insgesamt etwa 41,6 Millionen Nachrichten über Facebook und WhatsApp versendet.

3, 2, 1, meins – Online Shopping
Zum Leitwesen des stationären Einzelhandels wird Online-Shopping immer beliebter. Mit ein paar Klicks und bequem von der Couch aus, ohne sich durch volle Shoppingcenter zu schieben und kostenloser Versand, klingt nicht nur verlockend, sondern verführt auch Millionen Kunden zum Online-Shopping. Pro Minute werden so weltweit etwa 1 Millionen $ online ausgegeben.

Wer weiß die Antwort? – Google
„Wer nicht fragt bleibt dumm“ – das lernen wir schon von klein auf. Google gibt für viele Millionen Nutzer in Echtzeit Antworten auf ihre Fragen. In 60 Sekunden werden beispielsweise weltweit mehr als 3,8 Millionen Suchanfragen an die Suchmaschine gestellt. Letztes Jahr wurden in Deutschland folgende Begriffe am häufigsten gesucht: WM, Daniel Küblböck, Jens Büchner und die royale Hochzeit.

Alles eine Frage der Views – YouTube
Lustige Katzenvideos, interessante Dokumentationen oder unzählige Tutorials, auf YouTube findet sich alles Mögliche. Die beliebte Plattform bietet seit 2005 Videos zu allen denkbaren Themen. Mittlerweile kann man dort auf Millionen Clips zugreifen und somit einiges an Zeit totschlagen. Rund 1,9 Milliarden monatlich aktive Nutzer schauen sich in 60 Sekunden etwa 4,5 Millionen Videos an.

Kundler Erklärt - 60 Sekunden im Web digital Infografik - Was passiert auf Twitter, Facebook und Online generell?
Quelle: David Patrick Kundler

 
Es ist also echt verdammt viel los im Internet und der Trend zeigt: es wird wohl kaum ruhiger werden. Ganz im Gegenteil. In unserer heutigen Gesellschaft spielt sich vieles online und digital ab. Ob die Partnersuche, der Kontakt zu Freunden, News oder Online-Banking – Digital Natives können sich ein Leben ohne das Internet fast überhaupt nicht mehr vorstellen.

Sicherheit im Netz – wie schütze ich mich vor Internetkriminalität?

Doch unser tägliches surfen im Internet birgt auch einige Gefahren mit sich. Durchschnittlich kommt es aktuell beispielsweise zu 122 Datenlecks pro Sekunde, das sind 7.320 in einer Minute. Im Folgenden zählen wir die größten Risiken im Internet für Sie auf und wie Sie sich dagegen absichern können.

68%
deutscher Unternehmen waren im Jahr 2018 Opfer eines digitalen Angriffs.
Statista 2019

Trojaner, Phishing oder Spam – wer sich online nicht schützt, kann innerhalb von Sekunden zum Ziel von Betrügern und Datendieben werden. Jeder fünfte in Deutschland soll bereits Opfer von Cyberkriminalität geworden sein, oftmals sogar ohne es direkt zu merken. Doch man muss kein IT-Profi sein, um sich zu schützen.

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Free, aber zu welchem Preis? – Öffentliches WLAN
Das Risiko surft mit. In der heutigen Zeit wird man fast überall mit kostenlosem WLAN versorgt. Ob Cafés oder Flughafen, fast jeder Ort läd zum entspanntem surfen ein. Doch Nutzer sollten besonders bei offenen WLAN-Hotspots sicherstellen, dass es sich um vertrauenswürdige Netzwerke handelt. Zudem sollten sie VPN oder SSL-Verbindungen, also einen verschlüsselten Verbindungsaufbau, nutzen.

Nicht zu verwechseln mit Fischen! – Phishing meiden
Durch das Versenden von E-Mails versuchen Kriminelle sich in Unternehmensnetzwerke einzuschleichen oder private Daten zu gewinnen, welche anschließend im Darkweb gehandelt werden. Bevor Sie einen Link in einer Mail öffnen, prüfen Sie diesen lieber sorgfältig, z.B. ob er auf die richtige Seite leitet. Auch Anhänge von unbekannten Absendern oder fremde Newsletter, sollte man nicht öffnen.

Sicherheit braucht Updates – Antivirensoftware aktuell halten
Alle Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, sollten mit einem Anti-Viren-Programm ausgestattet und mit jeweiligen Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden. Virensoftwares sind ein erster und wichtiger Schritt, um sich vor den Gefahren des Internets zu schützen. Einmal installiert, sollte jedoch darauf geachtet werden, dass jene immer mit den neusten Updates versorgt ist.

Geburtsdatum knackt jeder – Sichere Passwörter
Das gleiche Passwort für Facebook, den PayPal-Account oder das Mailpostfach zu verwenden, ist zwar praktisch, aber auch perfekt für Datendiebe. Jeder weiß, dass man nie das gleiche Passwort für mehrere Accounts nutzen sollte. Doch in der Realität sieht das oft ganz anders aus. Cyberkriminelle machen sich das gern zu nutze. Zusätzlich sollte man aber auch starke Passwörter auswählen.

Doppelt hält besser – Zwei-Faktor-Authentifizierung
Größere Seitenbetreiber wie Google, Facebook oder PayPal erlauben die Anmeldung mit zwei Sicherheitsmerkmalen. Im Zuge dieser Authentifizierung erfolgt ein Identitätsnachweis des Nutzers, welcher beispielsweise durch das Zusenden eines Codes auf das Smartphones geschehen kann. Solche Zwei-Faktor-Authentifizierung sichern die Online-Accounts am Besten.

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David Patrick Kundler
Cyber Kriminalität kann für Unternehmen eine große Gefahr sein und Verluste bedeuten.
Sichern Sie sich daher rechtzeitig ab.

Wer die Vorteile des Internets für sich nutzt, muss sich auch über potenzielle Gefahren bewusst sein und sich gegen diese absichern. Das Thema Cyber-Security ist besonders seit der Datenschutz-Debatte auch in Deutschland für Unternehmen und Privatpersonen zunehmend wichtiger geworden. Wenn Sie sich also, nachdem Sie diesen Beitrag gelesen haben, weiter durch das World Wide Web klicken, nehmen Sie sich doch unsere Tipps zu Herzen.

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